Eisenbahnheirathen

oder Wien, Neustadt, Brün[n]

 Posse mit Gesang in 3 Acten von Johann Nestroy

Musik von Herrn Andreas Scutta

2018

PERSONEN

IGNAZ STIMMSTOCK, Guitarre- und Geigenmacher in Wien

Thomas Wünsch

PETER STIMMSTOCK, Blasinstrumentenmacher in Krems

Peter Ponta

EDMUND, erster Arbeiter bei Ignaz Stimmstock

Peter Palmisano
 

PATZMANN, Portrait- und Zimmermahler

 Walter Vogl

ZOPAK,  Bäckenmeister in Brünn

Maria Hudec

BABETT, seine Tochter

Margherita Ehart

NANNY, seine Mündel

Rosemarie Guttmann

KIPFL, Bäckenmeister in Neustadt

Ernst Horvath

THERES, seine Tochter

Miel Wanka

BRANDENBURGER, erster Gesell bey Kipfl

Florian Dubois

FRAU ZASCHELHUBERINN, Tandlerin in Neustadt

Christine Kowol

JACOB, Packträger auf dem Neustädter Bahnhof
PACKTRÄGER auf dem Brünner  Bahnhof
BÄCKERGESELLE bey Zopak

Wolfgang Peter

 

Der erste Act spielt in Wien, der zweyte in Neustadt, der dritte in Brünn.

Regie: Wolfgang Peter

Inhalt

1. Akt (Wien)

Die Vettern Ignaz und Peter wollen zwei Mädchen heiraten, die ihnen aber noch völlig unbekannt sind: Peter die Babett Zopak aus Brünn und Ignaz mittels der Heiratsvermittlerin Zaschelhuberin die Theres Kipfl aus Neustadt.

Auftrittslied Patzmann (1): „Das Zimmermahl’n bringt eim leicht auf die Idee …“

Anders als die beiden Vettern sind Patzmann und Edmund in zwei Mädchen verliebt, die sie flüchtig im Theater in Brünn gesehen haben. Patzmanns Angebetete ist Zopaks Mündel Nanny, die er versehentlich nach Wien entführt hat und vorerst als seine Schwester ausgibt, um sie bei Ignaz als Wirtschafterin unterzubringen. Edmunds Verehrte ist Zopaks Tochter Babett, die, wie sich schon bald herausstellt, die unbekannte Braut Peters ist.

Indessen sind Zopak und Babett auf der Suche nach Nanny in das Geschäft von Ignaz nach Wien gekommen. Edmund erkennt seine verehrte Babett sofort wieder und macht ihr einen Heiratsantrag, den diese aber ablehnt, da sie, wie sich herausstellt, die unbekannte Verlobte Peters ist. Als dieser aber schließlich auch eintrifft, ist Babett von ihm gar nicht begeistert. Um Peter vor der Enttäuschung zu bewahren, gibt der ebenfalls anwesende Patzmann vor, dass sie die Braut von Ignaz sei. Damit der Schwindel nicht auffliegt, setzt er den völlig ahnungslosen Peter rasch in den Zug nach Neustadt, gaukelt ihm aber vor, er fahre nach Brünn. Und auch Zopak, Ignaz und die Zaschelhuberin reisen nach Neustadt.

2. Akt (Neustadt)

In Neustadt verwechselt der Packträger Jacob Peter mit Ignaz und führt diesen darum direkt in das Haus Kipfls, das Peter aber für Zopaks Bäckerladen in Brünn hält. Patzmann hat indessen alle Hände voll zu tun, um seine List nicht auffliegen zu lassen. Peter, der Theres für seine Verlobte Babett hält, bemerkt erbost, dass diese aber offensichtlich in den Gesellen Brandenburger verliebt ist. Es kommt zum Streit, den Patzmann noch weiter schürt und Brandenburger insgeheim aufhetzt, Peter zum Duell zu fordern, worauf dieser rasch entflieht.

Lied Patzmann (2): „Laßts mich aus mit der Welt, / Es is nix ohne Geld.“

Als Peter auf Zopak trifft, kommt es zu weiteren Verwicklungen. Nun erscheint auch noch Nanny. Um sich aus der Affäre zu ziehen, macht Patzmann dem erzürnten Zopak vor, dass er Nanny hilflos umherirrend in Wien gefunden und sie als seine Schwester ausgegeben habe, um ihr zu helfen.

Die Konfusion ist perfekt, als zuletzt noch Kipfl erscheint, der über das Liebesverhältnis seiner Tochter Theres mit dem Gesellen Brandenburger so erzürnt ist, dass er Theres verstoßen will. Die Verwicklungen beginnen sich erst aufzuklären, als nun auch noch Ignaz mit der Zaschelhuberin erscheint und Ignaz Peter davon überzeugen kann, dass er sich nicht in Brünn, sondern in Neustadt befinde und Theres seine unbekannte Braut sei. Erbost über deren Liebesverhältnis mit Brandenburger reist Ignaz aber sofort wieder ab.

3. Akt (Brünn)

Die Reise führt die ganze Gesellschaft nun nach Brünn, wo Patzmann von allen Seiten um Hilfe gebeten wird. Kipfl ersucht ihn, bei Ignaz ein gutes Wort für Theres einzulegen und auch Edmund und Brandenburger erhoffen sich seine Hilfe in ihren Herzensangelegenheiten. Zopak und Nanny wiederum sind verzweifelt, weil Babett zu einer Verwandten geflüchtet ist und sich etwas anzutun droht, wenn Zopak ihrer Heirat mit einem noch ungenannten Mann nicht zustimmen sollte. Und Peter gesteht ihm, dass er sich in Nanny verliebt habe, die er noch immer für Patzmanns Schwester hält. Patzmann ermuntert ihn, ihr umgehend einen Heiratsantrag zu machen und sich bei Zopak als ihr Entführer zu offenbaren. Zopak ist empört und will Peter hinauswerfen, worüber die ebenfalls empörte Babett erfreut ist. Doch schließlich kommt heraus, dass Peter unmöglich der Entführer gewesen sein konnte. Als nun Patzmann um Nannys Hand anhält, lehnt Zopak ab, da Patzmann ein viel zu guter Mensch sei und Nanny ihn nicht verdiene.

Lied Patzmann (3): „Es muss da a heimliche Eisenbahn seyn.“

Am Bahnhof von Brünn, wo alle wieder zusammentreffen, betätigt sich Patzmann als Ehestifter. Babett bekommt ihren Edmund und Brandenburger seine Theres, nachdem Patzmann Kipfl zum Meister und damit zu standesgemäßen Ehemann zu machen. Zopak ringt er listig das Versprechen ab, Nanny heiraten zu dürfen, wenn er ihren Entführer offenbart, was ihm ja nicht schwerfällt. Zuletzt führt er noch Ignaz der Zaschelhuberin zu. Da die beiden aber noch unentschlossen sind, gibt er ihnen Bedenkzeit bis Lundenburg. Der Zug fährt ab Richtung Wien. Nur Peter bleibt allein am Bahnsteig zurück und ruft ihnen grimmig nach: „Der Teufel soll die Eisenbahn hohl’n.“

Inhalt

1. Akt (Wien)

Die Vettern Ignaz und Peter wollen zwei ihnen noch völlig unbekannte Mädchen heiraten: Peter die Babett Zopak aus Brünn und Ignaz mittels der Heiratsvermittlerin Zaschelhuberin die Theres Kipfl aus Neustadt.

Auftrittslied Patzmann (1): „Das Zimmermahl’n bringt eim leicht auf die Idee …“

Anders als die beiden Vettern sind Patzmann und Edmund in zwei Mädchen verliebt, die sie flüchtig im Theater in Brünn gesehen haben. Patzmanns Angebetete ist Zopaks Mündel Nanny, die er versehentlich nach Wien entführt hat und vorerst als seine Schwester ausgibt, um sie bei Ignaz als Wirtschafterin unterzubringen. Edmunds Verehrte ist Zopaks Tochter Babett, die, wie sich schon bald herausstellt, die unbekannte Braut Peters ist.

Indessen sind Zopak und Babett auf der Suche nach Nanny in das Geschäft von Ignaz nach Wien gekommen. Edmund erkennt seine verehrte Babett sofort wieder und macht ihr einen Heiratsantrag, den diese aber ablehnt, da sie, wie sich herausstellt, die unbekannte Verlobte Peters ist. Als dieser aber schließlich auch eintrifft, ist Babett von ihm gar nicht begeistert. Um Peter vor der Enttäuschung zu bewahren, gibt der ebenfalls anwesende Patzmann vor, dass sie die Braut von Ignaz sei. Damit der Schwindel nicht auffliegt, setzt er den völlig ahnungslosen Peter rasch in den Zug nach Neustadt, gaukelt ihm aber vor, er fahre nach Brünn. Und auch Zopak, Ignaz und die Zaschelhuberin reisen nach Neustadt.

2. Akt (Neustadt)

In Neustadt verwechselt der Packträger Jacob Peter mit Ignaz und führt diesen darum direkt in das Haus Kipfls, das Peter aber für Zopaks Bäckerladen in Brünn hält. Patzmann hat indessen alle Hände voll zu tun, um seine List nicht auffliegen zu lassen. Peter, der Theres für seine Verlobte Babett hält, bemerkt erbost, dass diese aber offensichtlich in den Gesellen Brandenburger verliebt ist. Es kommt zum Streit, den Patzmann noch weiter schürt und Brandenburger insgeheim aufhetzt, Peter zum Duell zu fordern, worauf dieser rasch entflieht.

Lied Patzmann (2): „Laßts mich aus mit der Welt, / Es is nix ohne Geld.“

Als Peter auf Zopak trifft, kommt es zu weiteren Verwicklungen. Nun erscheint auch noch Nanny. Um sich aus der Affäre zu ziehen, macht Patzmann dem erzürnten Zopak vor, dass er Nanny hilflos umherirrend in Wien gefunden und sie als seine Schwester ausgegeben habe, um ihr zu helfen.

Die Konfusion ist perfekt, als zuletzt noch Kipfl erscheint, der über das Liebesverhältnis seiner Tochter Theres mit dem Gesellen Brandenburger so erzürnt ist, dass er Theres verstoßen will. Die Verwicklungen beginnen sich erst aufzuklären, als nun auch noch Ignaz mit der Zaschelhuberin erscheint und Ignaz Peter davon überzeugen kann, dass er sich nicht in Brünn, sondern in Neustadt befinde und Theres seine unbekannte Braut sei. Erbost über deren Liebesverhältnis mit Brandenburger reist Ignaz aber sofort wieder ab.

3. Akt (Brünn)

Die Reise führt die ganze Gesellschaft nun nach Brünn, wo Patzmann von allen Seiten um Hilfe gebeten wird. Kipfl ersucht ihn, bei Ignaz ein gutes Wort für Theres einzulegen und auch Edmund und Brandenburger erhoffen sich seine Hilfe in ihren Herzensangelegenheiten. Zopak und Nanny wiederum sind verzweifelt, weil Babett zu einer Verwandten geflüchtet ist und sich etwas anzutun droht, wenn Zopak ihrer Heirat mit einem noch ungenannten Mann nicht zustimmen sollte. Und Peter gesteht ihm, dass er sich in Nanny verliebt habe, die er noch immer für Patzmanns Schwester hält. Patzmann ermuntert ihn, ihr umgehend einen Heiratsantrag zu machen und sich bei Zopak als ihr Entführer zu offenbaren. Zopak ist empört und will Peter hinauswerfen, worüber die ebenfalls empörte Babett erfreut ist. Doch schließlich kommt heraus, dass Peter unmöglich der Entführer gewesen sein konnte. Als nun Patzmann um Nannys Hand anhält, lehnt Zopak ab; da Patzmann ein zu guter Mensch sei und Nanny ihn nicht verdiene.

Lied Patzmann (3): „Es muss da a heimliche Eisenbahn seyn.“

Am Bahnhof von Brünn, wo alle wieder zusammentreffen, betätigt sich Patzmann als Ehestifter. Babett bekommt ihren Edmund und Brandenburger seine Theres, nachdem Patzmann Kipfl zum Meister und damit zu standesgemäßen Ehemann zu machen. Zopak ringt er listig das Versprechen ab, Nanny heiraten zu dürfen, wenn er ihren Entführer offenbart, was ihm ja nicht schwerfällt. Zuletzt führt er noch Ignaz der Zaschelhuberin zu. Da die beiden aber noch unentschlossen sind, gibt er ihnen Bedenkzeit bis Lundenburg. Der Zug fährt ab Richtung Wien. Nur Peter bleibt allein am Bahnsteig zurück und ruft ihnen grimmig nach: „Der Teufel soll die Eisenbahn hohl’n.“